Rundbrief Sri Lanka
 

03.01.2008

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Überraschung!!!


 

Hallo zusammen!

Ja heute will ich Euch mal wieder so richtig ins staunen versetzen. Nachdem, ich jetzt schon mehr als 1 Jahr aus Nepal zurück bin und mich wieder mehr oder weniger brav ins konservative good old Germany integriert habe, hat mich wieder einmal das Fernweh gepackt!

Zusammen mit einer Kombination von jeder Menge Gott vertrauen, Spontaneität, und evtl. auch Naivität, werde ich morgen Abend (Sonntag 23.1.) das gute Deutschland verlassen und mich wieder nach Asien auf machen.

NEIN - es ist KEIN Scherz!!!

Ihr habt richtig gelesen, und ihr braucht Euch auch nicht auf ein entbehrungsreiches Jahr ohne meine Wenigkeit ;-) einstellen. Es werden nur kurze 4 Wochen sein.

Wie es dazu kam!?!? Also ich versuche mich kurz zu halten. Sicherlich hat jeder von Euch die Tsunami Katastrophe in Südostasien in den Medien mitverfolgt, und (wohl mehr aus purem Leichtsinn) fragte mich mein Paps während einer dieser Reportage kurz nach Weihnachten ob das nichts für mich wäre. Natürlich war ich sofort dabei, doch konkret wurde es zum ersten Mal erst drei Tage später, als dann ein Hilferuf unser Krankenhaus nach med. Fachpersonal ereilte. Ich bekam netter Weise auch eine spontane, unbürokratische Zusage von meinem Arbeitgeber, doch die Organisation hat die ganze Aktion aus diversen Gründen doch wieder storniert. So gingen nun noch ein paar Tage ins Land, und ich habe von diversen Hilfsorganisationen nur Absagen erhalten.

Tja und dann hat mich gestern Abend ein Anruf auf Station erreicht, und ich wurde gefragt, was ich ab Montag vorhätte,... Inzwischen gab es nun einige Telefonate, viel wirre Aussagen und Spekulationen und seit heute Abend kurz vor 16 Uhr stand es dann fest. Ich werde am Sonntag 20:15 Uhr in München ins Flugzeug steigen und mich auf den Weg in den Süden nach Sri Lanka begeben. Dort gibt es derzeit ein kleines Feldlazarett aus Zelten und das aktuelle Personal muss zurück nach Deutschland. Somit werde ich es nun ablösen und erst in 4 Wochen wieder zurückkommen.

Was mich genau erwarten wird kann ich leider noch nicht mitteilen, und ihr werdet euch auch mit den Infos gedulden müssen. Denn vor Ort gibt es wohl auf Grund der Flutwelle logischer Weise kein Internetcafe, etc. Aber ich verspreche natürlich im Nachhinein dies alles wieder nach zu holen! ;-)

Nun gut, jetzt seit ihr einigermaßen auf dem aktuellen Stand. Hoffentlich hab ich Euch nicht all zu sehr geschockt. Werd mich also wieder spätestens bei Euch melden wenn ich wieder in Deutschland bin. Und wem es gar keine Ruhe lässt kann sich ja bei meinen Eltern (07138 / 6138) oder bei Simon Schuh (07264 / 206212) melden, die haben wohl am ehesten News von mir.

Soweit für heute von mir. Gott befohlen!

Eure Silke

 

Und hier natürlich noch ein paar Gebetsanliegen für Euch:

-         gute An- und Abreise,

denn durch den Mangel der Zeit, und die Situation in Sri Lanka wird das mit Sicherheit keine Erholungsfahrt ins Blaue werden

-         gute Zusammenarbeit vor Ort und genügend Personal,

am 30. Januar fliegt noch ein Kollege aus der Chirurgie nach und er wird hoffentlich noch einen Doc ausfindig machen können, denn sonst stehen wir ohne einen dort. Aber auch mit den Einheimischen wird die Zusammenarbeit natürlich wieder einiges an Neuem mit sich bringen

-         Umgang mit den Patienten und Einheimischen (Kultur, aktuelle Situation, Religion)

Bisher weiß ich leider noch recht wenig über die Bevölkerung vor Ort. Doch durch die Katastrophe, bei der die Menschen oft alles verloren haben, wird auch die psychische Belastung nicht ohne sein, und ein warmes Herz und jede Menge Liebe und Verständnis wird gefragt sein. Ein Großteil dort ist wohl moslemisch, doch auch Buddhisten und Hindus sind wohl zahlreich vertreten

 -         meine Mission

Ich konnte dieses Mal leider nicht mit einer christlichen Organisation ausreisen (sondern mit DEMIRA e.V. = Deutsche Minenräumer e.V.), und kenne somit auch nicht wirklich die grundlegenden Einstellungen der einzelnen Teammitglieder. Dies wird eine ganz neue Herausforderung für mich. Und dennoch sehe ich es als eine Herausforderung und Chance, gerade in diesem Team und mit diesem Team, die Liebe Jesu und die Gnade die wir erfahren haben weiter zu geben und den Leuten praktische Hilfe zu leisten. Bitte denkt ganz besonders daran und betet für offene Herzen!

 Vielen Dank schon im voraus für jedes einzelne Gebet!

 

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Stand: 03.01.08