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Ausgabe 7 August 2003 |
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Namaste!
Ja, nun melde ich mich wieder einmal aus der Metropole Nepals zurück und nutze den Regen der draußen mal wieder nur so herunter prasselt dazu, Euch ein paar Worte zu schreiben und mich in aller erster Linie für die vielen Gebete zu bedanken. Wie sehr habe ich sie doch im letzten Monat gebraucht, und sie haben wahre Wunder bewirkt. Viele von Euch haben es wohl mit bekommen, und für alle anderen hier noch mal eine kurze Zusammenfassung,...
9 Monaten Nepal– und plötzlich Mama sein,...
Wie??? Was ist los??? Ja, Du hast Dich nicht verlesen. Nach 9 Monaten Nepal, wurde ich doch wirklich von heute auf morgen „Mama“ süßer Zwillingsbuben und wurde reich beschenkt.
Gott und zeigte mir deutlich, dass seine Pläne doch viel weitsichtiger sind, als meine, und lehrte mich wieder mal Demut. Als ich gerade sehr frustriert darüber war, dass mich das einmal wöchentliche Flugzeug welches mich nach Kathmandu zurückbringen sollte, wohl im Stich gelassen hatte, zeigte mir Gott wozu denn das alles geschah. In der Nacht vor meinem Abflug brachte eine junge Mutter via Not-Kaiserschnitt diese 2 Wunder zur Welt. Leider gab es schon während der OP diverse Probleme und als ich von meinem Tag vergeblichen Wartens auf dem Flugplatz enttäuscht ins Hospital zurück kehrte, kämpfte die 21jährige nun 4fache Mutter schon um ihr Leben. Wir taten unser Bestes und doch erlag die junge Mutter dann am nächsten Morgen ihrem Leiden. Zurück blieben die 4 Kinder und ein 23 jähriger Ehemann. Was sollte nun geschehen? Wie sollte es weiter gehen?
Es kristallisierte sich bald heraus, dass der Vater nicht in der Lage sein würde die Kinder am Leben zu halten – und es auch nicht wollte. So nahmen Susanne & ich die Kinder in unsere Obhut und kämpften Vorort vergebens um eine Lösung. Ja und am nächsten Mittwoch flogen dann 2 deutsche Krankenschwestern mit den Zwillingen Richtung
Zivilisation. Zurück in Kathmandu war schnell klar, dass wir die Kinder zwar mit bester Absicht hier her gebracht hatten (um einen Waisenhausplatz für sie zu finden), doch dies leider völlig illegal taten und bereits mit mehr als einem Bein im Gefängnis standen. Dies war auch die Zeit, wenn ich um Eure Gebetsunterstützung bat.
Als sich nach der ersten Aufregung jeder wieder etwas beruhigt hatte, half mein Office mir sehr und leierten Pressetermine etc. an um wenigstens die Allgemeinheit hinter uns zu
bringen. Diese Rechnung ging voll auf und nachdem wir auf den Titelseiten der beiden nep. größten Tageszeitungen waren, schienen sich die Dinge plötzlich zu lösen. Plötzlich erklärte sich ein Freund der Organisation bereit, die Kinder in seinem kleinen Waisenhaus unterzubringen bis alle Papiere zusammen getragen seinen und eine Adoptivfamilie gefunden werden kann. Ich konnte kaum mehr aus dem Haus, ohne dass sich nicht eine Menschenmenge um mich versammelte um den kleinen zu bestaunen, und im Office liefen die Telefone heiß, weil jeder plötzlich die Kinder adoptieren wollte!
Ja und nun habe sich meine kleinen Schätze schon seit fast 3 Wochen nicht mehr bei mir, und ich muss sagen, es fehlt mir schon was. :-) Doch sie sind nach wie vor im Waisenhaus und „gedeihen“ prächtig. Habe sie erst die Tage wieder besucht. Die Auswahl für die richtigen Adoptiveltern ist noch am laufen und auch die Papiere hängen noch an irgendwelchen Behörden. Doch alles sieht sehr positiv aus, und ich hoffe, dass Gott weiterhin seine Hand schützend über Jeevan (= Leben) und Ashis (= Segen) halten wird, und sie sicher durchs Leben tragen wird. Danke aber noch mal für all die vielen Gebete die auch mir in dieser Zeit sehr geholfen haben.
10 Tage schwäbisch schwätze...
... kann es etwas schöneres in der Ferne geben??? Meine Mutter, Schwester und Cousine waren 10 Tage zu Besuch und wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen. Nicht nur dass ich mit einigen deutschen Leckereinen versorgt wurde, nein auch meine Besucher lernten Nepals Köstlichkeiten zu schätzen, und Fairerweise muss man sagen, dass die nepalesische Version unserer Maultauschen (genannt Momo’s) genauso gut sind, wie die aus der Heimat.
Obwohl wir die Tage mit sehr viel Sightseeing und einkaufen verbrachten, waren diese Tage doch auch für mich sehr schön und abwechslungsreich und ich bekam auch wieder einiges Neues aus der Heimat mit. Eine gute Gelegenheit mich auch langsam wieder auf die Heimkehr nach good old Germany vorzubereiten und mich auf euch alle noch mehr zu freuen.
Einen gewissen Touch von Abenteuerurlaub bekam unser Urlaub allerdings auch noch, als ich mit meiner Mutter einen Kurztrip nach Besisahar unternahm, und wir auf dem Rückweg von einem Erdrutsch über den anderen kletterten, und dabei so manchesmal bis zum Knie im Schlamm standen,... doch das sind eben die Tücken des Monsun’s.
„Und nun, die Wettervorhersagen der
kommenden Tage...“
...im ganzen Land, wird sich auch noch im ganzen Monat der heftige Monsunregen immer wieder mit viel Sonne abwechseln und erst gegen Ende des Monates vermutlich etwas abklingen,....
So oder so ähnlich dürfte das Ganze vermutlich aussehen. Da Euch aber vermutlich das Wetter in Nepal nur recht nebensächlich interessieren dürfte, berichte ich nun lieber über meine weiteren Aussichten.
Wenn mal wieder alles gut geht, werde ich nun, mit bereits einer Woche Verspätung, kommende Woche wieder nach Chaurjahari reisen und dort meine letzten Wochen möglichst sinnvoll zu verbringen. Wieder einmal werde ich zuerst die einzige Ausländerin dort sein, auf was ich mich aber jetzt schon tierisch freue. Ende September wird dann unser französischer Chefarzt mit seiner Frau wieder zurück kehren und dann werde ich auch schon wieder Abschied nehmen müssen, denn meine Zeit ist dann um.
In den ersten Oktobertagen werde ich noch kurzen Besuch von 2 lieben „Heilbronnern“ bekommen, und wenn es dabei bleiben sollte, heißt es dann für mich am 8.10. endgültig Abschied von meiner inzwischen 2. Heimat zu nehmen und nach Hause aufzubrechen.
Was ich will...
Derzeit möchte ich jedoch noch gar nicht all zu sehr ans Abschied nehmen denken, obwohl ich mich natürlich auch auf Euch alle wieder freue. Vielmehr möchte ich auch weiterhin im hier und jetzt leben und mich auch noch die letzte Zeit als „Lagerfeuer“ für Gottes Reich hier gebrauchen lassen. Getreu Salomos weisen Worten:
„Wer Gott treu bleibt, gleicht einem hell brennenden Licht. Der Gottlose aber ist wie ein Licht, das erlischt“.
Sprüche 13, 9
Meine Gebetsanliegen
Danke, für:
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Gottes wunderbare Hilfe und seinen Schutz für Jeevan & Ashish | |
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die Arbeit im Hospital in Chaurjahari & die Gemeinschaft der wenigen Christen hier | |
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die gesegnete Zeit mit meiner Familie und die Zeit in Kathmandu | |
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für die Möglichkeit, die wir hier haben, durch das Hospital ein lebendiges Zeugnis zu sein | |
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jeden einzelnen, der mich auf irgendeiner Weise hier, sei es durchs Gebet, finanziell, durch Briefe, mails, Pakete oder sonst wie unterstützt. |
Bitte, für:
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die Christen und ihre Gemeinschaft hier. insb. auch die Kinder & Jugendlichen hier | |
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Weisheit & Liebe für meine vielfältigen Aufgaben hier im Umgang mit den Patienten aber auch dem Persona und im Office | |
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viel Geduld, Feingefühl bei den immer wieder neuen kulturellen „Verschiedenheiten“ | |
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meine persönliche Zukunft. Was will Gott von mir nach der Zeit in Nepal? | |
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weiterhin die politische Situation zwischen Regierung und Maoisten im ganzen Land! Seit gestern ist der Waffenstillstand nun endgültig wieder vorbei, und es mussten schon wieder viele Leute ihr Leben lassen... | |
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Bewahrung insb. auch auf Chaurjahari’s „heißem Pflaster“ und das wir als Krankenhaus unsere „neutrale Stellung“ auch weiterhin halten können. |
Danke, auch heute wieder für alles „An-mich-denken“, jeden Brief / Paket / Email / Spende und jedes Gebet. Ihr glaubt gar nicht, wie wichtig einem das hier ist, und wie gut es tut.
Gottes Segen!

Pheri betaunla
(Bis zum nächsten Mal)
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Kleingedrucktes:
Unterstützung:
Es tut immer wieder gut Post zu bekommen – sei es ein mail oder ein „richtiger“ Brief. Das ist immer ein kleines Highlight in meinem Alltag hier, und ein kleiner Lichtblick für mich Heimwehtante. (Adresse rechts oben im Eck!) Außerdem bin ich auf eure Gebete angewiesen. Wir haben einen Gott, der nicht an räumliche Grenzen gebunden ist, sondern der Gebete erhört! Wer meinen Nepalaufenthalt finanziell unterstützen möchte, darf dies gerne tun. Hierfür jetzt schon herzlichen Dank und ein ernst gemeintes „Vergelt’s Gott!“
Spendenkonto:
Kontoinhaber: Co - Workers International; Konto-Nr. 100 415 600 BLZ: 600 606 06, bei der EKK Stuttgart.
Verwendungszweck: Silke Söffner & eure vollständige Adresse
CWI möchte den Eingang der Spenden gerne bestätigen (stellen auch Spendenbescheinigungen aus), aber die Banken übermitteln nur den Verwendungszweck und nicht mehr den Einzahler. Deshalb bitte auch eure Adresse vollständig im Verwendungszweck angeben. CWI bittet um Rückfragen unter 0711/2106627 (Frau Wedde), wenn ihr innerhalb von 8 Wochen keinen Dank erhalten habt.
Rundbriefversand:
Für Rundmail: Simon Schuh, Heinsheimer Straße 34, 74906 Bad Rappenau, Tel:07264 / 206212; Email: SimonSchuh@t-online.de
Für Rundbrief: Maren Kümmerle, Sonnenberghöfe 2, 74193 Stetten a.H., Tel: 07138 / 6142
Bei Fragen, Adressänderungen, etc. wendet euch bitte an sie.
Kontaktadresse meiner Eltern in Deutschland: Helga & Eugen Söffner, Panoramaweg 3, 74193 Niederhofen, Tel: 07138 / 6138
Stand: 26.12.06